FAQ

Wasserdichtigkeit bei Uhren 

Eine wasserdichte Uhr ist nie komplett gegen das Eindringen von Wasser geschützt. Mit dem Begriff wird lediglich ausgedrückt, dass eine Armbanduhr Merkmale aufweist, die Wasser in bestimmtem Maße abwehren können. Somit bedeutet "wasserdicht" eigentlich "wasserresistent". Der Grad dieser Wasserresistenz hängt von den verwendeten Materialien beziehungsweise der Bauweise und Stabilität der in die jeweilige Uhr eingearbeiteten Dichtungen ab. Für Hersteller von Armbanduhren liegt die größte Herausforderung darin, die Aufzugswelle mit der Krone, die Kontaktstelle zwischen Uhrenglas und Gehäuse sowie den Deckel so zu gestalten, dass Wasser nur schwer ins Innere eindringen kann. Je nachdem, wie gut die Umsetzung dieses Vorhabens im jeweiligen Fall gelingt, ist die Uhr mehr oder weniger wasserdicht.

Die Ausprägung der Wasserdichtigkeit bei Uhren wird in verschiedenen Einheiten angegeben: in "ATM" (für physikalische Atmosphäre - die alte Druckeinheit), in "bar" (für Bar - die neue Druckeinheit) und in "m" (für Meter). Auch wenn Ihnen die Einheit Meter am geläufigsten ist, sollten Sie sich vorrangig an den beiden anderen Einheiten orientieren, wenn Sie sich für eine Armbanduhr mit wasserresistenten Eigenschaften interessieren. Die Umrechnung der Druckeinheiten ins Längenmaß ist nämlich etwas komplizierter und führt häufig zu Verwirrung. Grundsätzlich gilt: Je höher die Zahl der Druckeinheit, desto wasserdichter ist die Uhr. Die folgende Tabelle hilft Ihnen, die Wasserdichtigkeit bei Uhren besser zu verstehen und praktisch zuordnen zu können:

Ihnen, die Wasserdichtigkeit bei Uhren besser zu verstehen und praktisch zuordnen zu können:

WD in bar

WD in ATM

WD in m

Bedeutung

3 bar

~ 3 ATM

~ 30 m

spritzwasser- und staubgeschützt

5 bar

~ 5 ATM

~ 50 m

zum Händewaschen/Duschen/Baden geeignet

10 bar

~ 10 ATM

~ 100 m

zum Schwimmen geeignet

20 bar

~ 20 ATM

~ 200 m

zum Schnorcheln, Tauchen und für Wassersport geeignet

30 bar

~ 30 ATM

~ 300 m

zum Tief-, Geräte- und Sättigungstauchen geeignet

 

Hinweis: 1 bar entspricht ungefähr 1 ATM und 10 m, deshalb das Zeichen "~". Im Online Shop für Uhren wird die Wasserdichtigkeit vornehmlich in bar und m angegeben.

Bedenken Sie weiterhin, dass Wasserdichtigkeit keine bleibende Eigenschaft ist. Die Dichtungen unterliegen dem natürlichen Alterungsprozess und werden mit der Zeit spröde und durchlässig, was früher oder später einen Dichtungswechsel erforderlich macht. Bei Uhren mit hoher Wasserdichtigkeit (ab 10 bar) empfiehlt sich deshalb ein jährlicher Check, bei Modellen mit einer geringeren Wasserdichtigkeit (5 bar und weniger) eine Prüfung alle zwei Jahre.

Tipp: Eine Uhr, die am linken Arm getragen wird, ist beim Schwimmen mit Wellengang besonders anfällig (durch den Aufprall der großen Wassermassen auf die empfindliche Krone). Deshalb empfiehlt es sich, die wasserresistente Uhr möglichst rechts anzulegen.

 

 

Uhrengläser - die verschiedenen Materialien

 Das Uhrenglas ist für viele Uhrenträger ein wichtiges - wenn nicht das wichtigste - Merkmal einer Uhr. Immerhin ist es der Teil, dem Sie auf lange Sicht die meiste Aufmerksamkeit schenken. Unschöne Kratzer oder gar ein Sprung im Glas sind daher mehr als unschön, und ein Austausch ist meist mit hohen Kosten verbunden. 

Neu, egal ob im Laden oder in unserem Online Shop, sehen alle Uhrengläser mehr oder weniger gleich aus, weshalb Sie vorab entscheiden sollten, welches Material am besten zu Ihnen passt - denn Glas ist nicht gleich Glas. 

Saphirglas

Saphirglas stellt momentan das härteste und zugleich teuerste Uhrenglas auf dem Markt dar. Der Name ist dabei irreführend: Saphierglas ist kein Glas und auch kein einfacher Saphir, wie man ihn beim Juwelier als Schmuckstück kaufen kann. Es handelt sich vielmehr um einen synthetisch hergestellten Kristall (bestehend aus einem Mineral namens Korund). Man kann Saphierglas daher am besten als einen synthetischen, hochreinen Saphir beschreiben. Saphierglas ist mit einer Vickershärte von 2000 knapp nach Moissanit und Diamant das dritthärteste transparente, uns bekannte Material der Welt - und deshalb als Uhrenglas besonders bei hochwertigen Uhren sehr beliebt. Hinzu kommt, dass das angebliche "Glas" als synthetischer, reiner Kristall außerordentlich stabil und klar ist. Praktisch ist es unzerkratzbar und kann nur von z.B. diamantbeschichteten Werkzeugen beschädigt werden.

 

Hardlexglas

Hardlexglas wurde vom japanischen Uhren-Hersteller Seiko entwickelt, um einen Kompromiss zwischen Mineral- und Saphierglas zu finden: Grundsätzlich handelt es sich um normales Mineralglas, die chemische Herstellung läuft also gleich ab. Allerdings findet daneben eine spezielle Härtung (man kann auch sagen "Veredelung") statt. So besitzt Hardlex eine Vickershärte bis zu 950 und ist damit kratzfester als herkömmliches Uhrenglas. Der Vorteil gegenüber Saphierglas besteht vor allem in der größeren Flexibilität: Hardlexglas kann direkten, harten Stößen prinzipiell sehr viel besser widerstehen als der synthetische Saphir-Kristall. 

 

Mineralglas

Ist bei Uhrengläsern von Mineralglas die Rede, so ist fast immer speziell gehärtetes Mineralglas gemeint - einfaches Glas, wie es in Fenstern Verwendung findet, wäre viel zu anfällig für Kratzer oder Sprünge. Deshalb wird bei der chemischen Herstellung des Glases die Oberfläche durch spezielle Verfahren widerstandsfähiger gemacht, sodass am Ende eine Vickershärte von 800 bis 900 erreicht wird. Grundsätzlich ist Mineralglas weniger spröde als Saphierglas und ebenso klar - dafür aber anfälliger für Kratzer.

 

Hesalitglas

Als Hesalitglas wird Uhrenglas aus Kunststoff bezeichnet. Im Vergleich zu anderen Gläsern ist es sehr leicht, entsprechende Uhren lassen sich also angenehm tragen. Man sollte aber nicht an billiges Plastik-Spielzeug denken - Hesalitglas ist mit einer Vickershärte von 500 ein besonders widerstandsfähiger Kunststoff und wurde auch extra als hochwertiges Uhrenglas entwickelt. Das Polieren ist hier - im Gegensatz zu allen anderen Gläsern - einfach und effektiv möglich, sodass das Glas bei entsprechender Pflege durchaus sehr langlebig sein kann.

 

 

Antrieb

Möglicher Antrieb für Uhren 

Sie erhalten in unserem Onlineshop Uhren mit unterschiedlich funktionierenden Antriebsmechanismen. Im folgenden erklären wir diese zum besseren Verständnis kurz und übersichtlich, damit Sie entscheiden können, welcher Antrieb bei Uhren der richtige für Sie ist:

 

Uhren mit Automatik-Antrieb:

Bei Automatikuhren erfolgt der Antrieb durch Selbstaufzug einer Zugfeder. Diese wir durch eine Schwungmasse, den sogenannten Rotor bewegt. Uhren dieser Bauart bieten eine relativ kurze Gangdauer. Teils können Automatikuhren zusätzlich per Handaufzug mit Energie versorgt werden.

 

Uhren mit Handaufzug:

Die in der Uhr verbaute Zugfeder muss bei Uhren dieser Antriebsart von Hand aufgezogen werden. Hierfür nutzt der Träger ein hierfür am Uhrgehäuse angebrachtes Aufzugrädchen. Uhren mit Antrieb durch Handaufzug haben ebenfalls eine recht kurze Gangdauer, bis sie erneut aufgezogen werden müssen. 

 

Quarzuhren:

Uhren mit Quarzantrieb bieten nicht nur eine sehr hohe Ganggenauigkeit, sondern auch hohen Komfort bei der Nutzung. Denn Sie werden von einer internen Batterie angetrieben. Dadurch ist eine sehr lange Gangdauer gewährleistet. Ist die Energie der Batterie erschöpft muss diese, am besten durch Fachpersonal, ausgewechselt werden. 

 

Uhren mit Solarantrieb:

Durch eine Solarzelle, die meist in das Ziffernblatt eingearbeitet ist, speichert die Uhr Sonnenenergie in einem integrierten Akkumulator. Für dessen Aufladung kommt unter Umständen auch künstliches Licht in Frage. Da Sonnenenergie nahezu überall verfügbar ist, bietet eine Uhr mit Solarantrieb theoretisch eine unendliche Gangdauer. In der Praxis kann dies allerdings am Verschleiß des Akkus oder anderer Bauteile scheitern. 

 

Uhren mit Kinetik-Antrieb:

Auch hier erfolgt die Speicherung von Betriebsenergie für das Uhrwerk in einem Internen Akku. Dieser wird jedoch nicht durch Sonnen- bzw. Lichtenergie gespeist, sondern durch Bewegungsenergie. Jedes mal, wenn Sie die Uhr bewegen, wird dadurch eine Schwungmasse im Inneren in Bewegung versetzt. Dabei entsteht Energie, die im Akku gespeichert wird. Auch für kinetische Antriebe ist die Gangdauer theoretisch unbegrenzt und wird ebenfalls ausschließlich durch den Verschleiß einzelner Uhrenbauteile begrenzt. Übrigens: Entwickelt wurde der Kinetik-Antrieb von Seiko. Während der Basler Messe 1986 zeigte Seiko der Öffentlichkeit den ersten Prototypen einer Kinetic. Die Uhr wurde unter dem Namen „AGM“ vorgestellt und es war die erste Uhr, die Bewegungsenergie in elektrische Energie umwandelte.
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